Yunas Katzentagebuch

Kleine Pfoten, große Abenteuer.

🐾 Yuna war hier 76 Tage alt.

Tag 9: Kuscheln, schlafen und ein neuer Arbeitsplatz

Tag 9: Kuscheln, schlafen und ein neuer Arbeitsplatz

Kuscheln, schlafen und ein neuer Arbeitsplatz 🐾

Ich muss euch etwas erzählen.

Heute Nacht habe ich eine wichtige Entscheidung getroffen.

Meine Menschen wohnen jetzt seit einigen Tagen mit mir zusammen und bisher habe ich sie gründlich geprüft.

Ich habe sie beobachtet.

Ich habe mit ihnen gespielt.

Ich habe mich neben sie gelegt.

Ich habe mich streicheln lassen.

Ich habe ihre Schuhe untersucht.

Ich habe ihre technischen Systeme getestet.

Und inzwischen bin ich zu einem Ergebnis gekommen:

Man kann diesen Menschen vertrauen.

Also wurde es Zeit für den nächsten Schritt.

Heute Nacht wurde gekuschelt

Nicht nur ein bisschen.

Richtig.

Ich habe mich zu meinem Menschen gelegt und mich ausgiebig an ihn gekuschelt.

Streicheln lassen.

Schnurren.

Noch ein bisschen näher rutschen.

Und irgendwann habe ich etwas gemacht, was ich bisher noch nicht gemacht hatte.

Ich habe auf meinem Menschen geschlafen.

Das muss man sich einmal vorstellen.

Eine Katze schläft schließlich nicht einfach irgendwo.

Beim Schlafen kann man seine Umgebung nicht permanent überwachen.

Man muss sich darauf verlassen können, dass der Platz sicher ist.

Und offenbar habe ich entschieden:

Mein Mensch ist ein sicherer Schlafplatz.

Außerdem ist er warm.

Das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Mensch erfolgreich als Katzenbett zertifiziert

Natürlich musste die neue Schlafmöglichkeit ausführlich getestet werden.

Liegekomfort?

Gut.

Temperatur?

Sehr gut.

Streicheleinheiten vor dem Einschlafen?

Hervorragend.

Bewegungen während des Schlafens?

Da besteht noch Optimierungsbedarf.

Menschen haben nämlich die merkwürdige Angewohnheit, sich gelegentlich bewegen zu wollen.

Obwohl eine Katze auf ihnen liegt.

Das werden wir noch üben.

Grundsätzlich kann ich meinen Menschen aber als Schlafplatz freigeben.

Zertifizierung bestanden.

Und dann begann der Tag

Nach einer solchen Nacht hätte man natürlich erwarten können, dass ich den restlichen Tag einfach gemütlich verbringe.

Das habe ich auch.

Nur eben nicht unbedingt bei demselben Menschen.

Man muss seine Aufmerksamkeit schließlich gerecht verteilen.

Also habe ich heute einen erheblichen Teil meiner Zeit beim Sohn verbracht.

Sein Zimmer ist nämlich durchaus interessant.

Und selbstverständlich habe ich dort Gesellschaft.

Aber es gibt noch einen weiteren Punkt.

Da steht ein Gaming-PC

Ich möchte ausdrücklich festhalten:

Das ist selbstverständlich reiner Zufall.

Ich interessiere mich ausschließlich für den Menschen.

Ganz bestimmt.

Dass in seinem Zimmer ein Gaming-PC steht, hat mit meiner Entscheidung überhaupt nichts zu tun.

…

Na gut.

Vielleicht ein bisschen.

Schließlich habe ich inzwischen einige Erfahrung mit Technik gesammelt.

Alexa.

Steckdosenleisten.

Switch.

WLAN-Router.

Homelab.

Da ist es nur konsequent, wenn ich meine Ausbildung jetzt auf weitere Computersysteme ausdehne.

Ein Gaming-PC bietet dafür ausgezeichnete Möglichkeiten.

Er macht Geräusche.

Er hat Kabel.

Er wird warm.

Und vermutlich gibt es dort irgendwo interessante Lichter.

Ein ausgesprochen vielversprechendes Gerät.

Meine technische Karriere entwickelt sich

Mein Mensch beschäftigt sich mit Servern und Netzwerken.

Der Sohn hat einen Gaming-PC.

Damit ergibt sich für mich eine interessante Arbeitsteilung.

Beim einen kann ich Infrastruktur lernen.

Beim anderen Client-Systeme.

Das ist praktisch.

Eine angehende Systemadministratorin sollte schließlich nicht nur Server kennen.

Endgeräte gehören ebenfalls zum Zuständigkeitsbereich.

Meine Menschen nennen es vermutlich einfach:

„Yuna verbringt den Tag beim Sohn.“

Ich nenne es:

Hospitation in der Gaming-Abteilung.

Das klingt angemessener.

Eigentlich ist aber etwas anderes wichtig

Bei all meinen großen Plänen, technischen Untersuchungen und strategischen Beobachtungsposten passiert gerade etwas ganz Einfaches.

Ich suche mir meine Menschen inzwischen selbst aus.

Mal liege ich bei einem.

Dann gehe ich zu einem anderen.

Ich spiele mit ihnen.

Ich lasse mich streicheln.

Und inzwischen kann ich sogar so sehr entspannen, dass ich direkt auf einem von ihnen einschlafe.

Vor gerade einmal acht Tagen kannte ich keinen dieser Menschen.

Ich wusste nicht, wie sie riechen.

Ich kannte ihre Stimmen nicht.

Ich wusste nicht, ob dieses Haus sicher ist.

Heute schlafe ich auf ihnen.

Das ging eigentlich ziemlich schnell.

Vielleicht haben sie sich meine Probezeit wirklich verdient.

Tagesbilanz

Damit kann ich für heute festhalten:

Nächtliche Kuscheleinheiten: erfolgreich
Schnurrmotor: betriebsbereit
Mensch als Schlafplatz: zertifiziert
Sohn: für Tagesaufenthalte geeignet
Gaming-PC: entdeckt
Technische Untersuchung: noch ausstehend
Vertrauensstatus: deutlich erhöht

Und jetzt muss ich weiter.

Da steht schließlich ein Gaming-PC, dessen ordnungsgemäßer Betrieb bislang noch von keiner Katze überprüft wurde.

Nach den Erfahrungen mit dem Netzwerk sollten meine Menschen inzwischen wissen:

So etwas kann ich nicht einfach unbeaufsichtigt lassen.

🐾 Yuna

Hauskatze, Kuschelbeauftragte und derzeitige Praktikantin in der Gaming-Abteilung

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