Yunas Katzentagebuch

Kleine Pfoten, große Abenteuer.

🐾 Yuna war hier 2 Monate alt.

Montag ist kein Ruhetag

Montag ist kein Ruhetag

Montag ist kein Ruhetag 🐾

Gestern war Sonntag.

Bei Menschen bedeutet das angeblich:

Ruhetag.

Bei mir bedeutete es:

Stöckchen.

Spiegelkatze.

Papierfußball.

Höhentraining.

Nahkampf.

Und natürlich ein weiteres Gefecht mit The Tail.

Man könnte deshalb meinen, dass ich es heute etwas ruhiger angehen lasse.

Menschen denken manchmal wirklich niedliche Dinge.

Zuerst die Personalpflege ❤️

Bevor man sich den wichtigen Aufgaben des Tages widmet, muss selbstverständlich geprüft werden, ob es dem Personal gut geht.

Einer meiner Menschen saß gemütlich auf dem Sofa.

Also ging ich hin.

Und legte mich dazu.

Wobei „dazu“ vielleicht nicht ganz richtig ist.

Ich legte mich drauf.

Auf den Rücken.

Pfoten nach oben.

Möglichst dicht an den Menschen heran.

Das ist bequem.

Außerdem reduziert diese Position die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch plötzlich auf die Idee kommt aufzustehen.

Menschen bewegen sich ohnehin viel zu viel.

Manchmal muss man ihnen einfach zeigen, wann Ruhezeit ist.

Das Smartphone war ebenfalls nützlich

Neben mir lag außerdem ein Smartphone.

Normalerweise beschäftigen sich meine Menschen erstaunlich viel mit diesen Geräten.

Heute konnte ich endlich eine wirklich sinnvolle Verwendung dafür demonstrieren.

Kopfstütze.

Funktioniert hervorragend.

Damit hatte ich:

einen warmen Menschen,

einen gemütlichen Liegeplatz

und eine technische Kopfstütze.

Perfekt.

Meine Aufgabe bestand anschließend nur noch darin, mich möglichst wenig zu bewegen.

Und dafür zu sorgen, dass mein Mensch dasselbe tut.

Das hat funktioniert.

Meine Fähigkeiten in der Personalsteuerung verbessern sich deutlich.

Dann erschien The Brush 🖤

Am Abend änderte sich die Lage.

Offenbar hatte sich während meiner Personalpflege etwas Energie angesammelt.

Und plötzlich war er wieder da.

Nicht einfach nur The Tail.

Sondern seine inzwischen bekannte zweite Form:

The Brush.

Mein Schwanz erreichte wieder ein beeindruckendes Volumen.

Groß.

Schwarz.

Flauschig.

Und damit hoppelte ich durch den Flur.

Warum?

Das ist eine interne Angelegenheit.

Meine Menschen müssen schließlich nicht über jeden Betriebszustand informiert werden.

Entscheidend ist lediglich:

The Brush: ONLINE

Die Bürste funktioniert.

ZOOMIES! 💨

Danach musste die überschüssige Energie irgendwo hin.

Und dafür eignet sich der Bereich rund um das Sofa hervorragend.

Also:

Rauf!

Runter!

Um die Ecke!

Richtungswechsel!

Wieder hoch!

Andere Seite!

Und:

VOLLGAS!

Manchmal muss eine Katze einfach rennen.

Es gibt dafür keinen besonderen Grund.

Man sitzt gemütlich herum.

Alles ist ruhig.

Und plötzlich meldet irgendein internes System:

JETZT!

Dann wird gerannt.

Fragen können später gestellt werden.

Das Sofa ist eine ausgezeichnete Rennstrecke

Das Schöne am Sofa ist seine Vielseitigkeit.

Man kann darauf schlafen.

Man kann darauf kuscheln.

Man kann Menschen darauf festhalten.

Man kann sich dahinter verstecken.

Und man kann es mit hoher Geschwindigkeit in einen Parkour integrieren.

Meine Menschen waren während des Trainings anwesend.

Sie durften zuschauen.

Eine aktive Teilnahme war diesmal nicht erforderlich.

Zumindest nicht freiwillig.

Wer allerdings ungünstig im Weg steht, wird automatisch Bestandteil des Parcours.

Das steht vermutlich irgendwo in den Nutzungsbedingungen.

Kurzer Systemcheck im Castle 🏰

Nach dem Hochgeschwindigkeitstraining ging es nach oben.

Castle in the Sky.

Schließlich muss ich regelmäßig kontrollieren, ob dort noch alles in Ordnung ist.

Ich erreichte die oberste Plattform und machte es mir bequem.

Meine Menschen behaupten allerdings, meine Liegeposition sei schwer nachvollziehbar gewesen.

Kopf auf einer Seite.

Pfoten irgendwo anders.

Restliche Katze im Castle verteilt.

Was genau daran problematisch sein soll, verstehe ich nicht.

Der entscheidende Wert lautet:

Komfort: 100 %

Alles andere ist Implementierungsdetail.

Angeblich habe ich geschlafen

Meine Menschen behaupteten kurz darauf, ich würde schlafen.

Interessante Theorie.

Nur weil eine Katze die Augen schließt, sich nicht mehr bewegt und vollkommen entspannt herumliegt, bedeutet das noch lange nicht…

…

Na gut.

Vielleicht habe ich ein kleines bisschen geschlafen.

Rein technisch.

Ich bevorzuge allerdings weiterhin den Begriff:

taktisches Aufladen.

Das klingt professioneller.

Dann entdeckte ich ein Gerät 🌀

Nach dem Ladezyklus wartete noch eine technische Aufgabe.

Auf der Fensterbank stand etwas.

Groß.

Rund.

Es dreht sich.

Und es macht Wind.

Verdächtig.

Natürlich konnte ich ein solches Gerät nicht einfach unbeaufsichtigt lassen.

Also setzte ich mich dahinter und begann mit der technischen Abnahme.

Was genau macht dieses Ding?

Der Ventilator besitzt einige interessante Eigenschaften.

Vorne kommt Wind heraus.

Hinten offenbar auch irgendwie.

Das große Ding in der Mitte dreht sich.

Und trotzdem bewegt sich das gesamte Gerät nicht vom Fleck.

Merkwürdige Konstruktion.

Ich beobachtete es deshalb sehr genau.

Daneben saß ein Panda.

Der schien sich mit der Situation längst abgefunden zu haben.

Ich nicht.

Pandas mögen bei technischen Sicherheitsfragen niedrigere Standards haben.

Ich bin schließlich angehende Systemadministratorin.

Technische Freigabe: ausstehend

Eine abschließende Bewertung konnte ich heute noch nicht vornehmen.

Deshalb lautet der Status:

Gerät: Ventilator

Rotation: bestätigt

Luftbewegung: bestätigt

Geräuschentwicklung: vorhanden

Panda: unbesorgt

Yuna: skeptisch

Technische Freigabe: PENDING

Weitere Untersuchungen sind erforderlich.

Meine Menschen sollten das Gerät deshalb bis auf Weiteres unter meiner Aufsicht betreiben.

Dann meldete sich der Tank 🍽️

Irgendwann erschien eine weitere Systemmeldung.

Treibstoff niedrig.

Das war nach diesem Abend auch nicht überraschend.

The Brush.

Flurhoppeln.

Sofa-Zoomies.

Castle-Kontrolle.

Ventilatorprüfung.

So etwas verbraucht Energie.

Also ging es zurück zum Napf.

Nachtanken.

Eine Katze kann schließlich nicht dauerhaft mit leerem Energiespeicher arbeiten.

Meine Menschen machen immer denselben Fehler

Nach dem Fressen entstand bei meinen Menschen offenbar wieder diese merkwürdige Hoffnung:

Jetzt ist bestimmt Feierabend.

Ich weiß nicht, woher sie diese Idee ständig nehmen.

Nur weil eine Katze gefressen hat, bedeutet das nicht automatisch, dass anschließend geschlafen wird.

Vielleicht wird geschlafen.

Vielleicht wird gespielt.

Vielleicht folgt eine weitere Runde Zoomies.

Vielleicht muss The Tail bekämpft werden.

Vielleicht entdecke ich ein Gerät, das bislang keiner ordentlichen Katzenprüfung unterzogen wurde.

Das Schöne am Katzenleben ist:

Nicht einmal ich muss das vorher wissen.

Tagesbilanz

Damit halte ich für diesen Montag fest:

Personalpflege: durchgeführt
Menschliche Bewegungsfreiheit: erfolgreich reduziert
Smartphone: als Kopfstütze zweckentfremdet
The Brush: wieder online
Flurhoppeln: absolviert
Sofa-Zoomies: erfolgreich
Castle in the Sky: kontrolliert
Schlafposition: erneut UNDOCUMENTED
Ventilator: untersucht
Panda: erstaunlich sorglos
Technische Freigabe: ausstehend
Treibstoff: nachgefüllt
Feierabend: nicht bestätigt

Gestern war Sonntagstraining.

Heute war Montag.

Und offenbar glauben Menschen tatsächlich, zwischen diesen beiden Tagen müsse ein wesentlicher Unterschied bestehen.

Ich habe keinen gefunden.

Für mich gilt weiterhin:

Es gibt viel zu tun.

Und falls sich jemand fragt, wann ich eigentlich schlafe:

Diese Information unterliegt selbstverständlich der Geheimhaltung.

🐾 Yuna

Hauskatze, Personalsteuerung, Zoomies-Abteilung und vorläufige Prüfstelle für rotierende Haushaltsgeräte

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