Die Grenzen fallen! 🐾
Guten Morgen!
Also … für meine Menschen jedenfalls.
Ich persönlich bin der Meinung, dass wir heute Nacht bereits ausgesprochen produktiv waren.
Es gab schließlich einiges zu erledigen.
Unter anderem musste ich herausfinden, was passiert, wenn man nachts über schlafende Menschen springt.
Ergebnis:
Sie wachen auf.
Sehr interessant.
Dieses geheimnisvolle Ding unter der Bettdecke
Dann habe ich noch eine weitere wichtige Entdeckung gemacht.
Unter Bettdecken leben offenbar seltsame Wesen.
Sie bewegen sich.
Manchmal langsam.
Manchmal plötzlich.
Und meistens befinden sie sich ungefähr dort, wo bei meinen Menschen die Füße sein müssten.
Ein merkwürdiger Zufall.
Natürlich konnte ich das nicht einfach ignorieren.
Also:
Anschleichen.
Beobachten.
Warten.
Und …
ANGRIFF!
Das Wesen bewegt sich!
Noch einmal!
Meine Menschen waren von diesem wissenschaftlichen Experiment nicht ganz so begeistert wie ich.
Dabei habe ich wirklich gründlich gearbeitet.
Mehrfach.
Eine nächtliche Hindernisstrecke
Überhaupt eignen sich schlafende Menschen hervorragend als Parcours.
Man kann über Beine springen.
Zwischen ihnen hindurchlaufen.
Über die Bettdecke rasen.
Und gelegentlich kann man sogar einen Menschen als Zwischenstation verwenden.
Ich verstehe überhaupt nicht, warum meine Menschen morgens etwas müde aussehen.
Ich bin jedenfalls hervorragend ausgeschlafen.
Na gut.
Zumindest bin ich hervorragend gelaunt.
Dann kam die große Entscheidung
Offenbar haben meine Menschen während der Nacht etwas Wichtiges erkannt.
Bis jetzt durfte ich nämlich nur einen Teil meines neuen Zuhauses erkunden.
Zwei Zimmer.
Meine Menschen hatten das absichtlich so gemacht, damit am Anfang nicht alles auf einmal auf mich einstürmt.
Das war vermutlich gar keine schlechte Idee.
Gestern war schließlich schon alles viel weniger fremd als am ersten Tag.
Aber heute Morgen fiel die Entscheidung:
Yuna darf weiter.
Die Grenzen meines bisherigen kleinen Reiches werden geöffnet.
Vor mir liegt jetzt der Rest der Wohnung.
Neue Zimmer.
Neue Gerüche.
Neue Möbel.
Neue Verstecke.
Und wahrscheinlich jede Menge Dinge, von denen meine Menschen noch gar nicht wissen, dass sie hervorragendes Katzenspielzeug sind.
Operation Wohnungseroberung beginnt
Meine Menschen nennen es vermutlich:
„Yuna darf jetzt die ganze Wohnung erkunden.“
Ich bevorzuge:
Operation Wohnungseroberung
Der Plan ist einfach.
- Vorsichtig hineinsehen.
- Alles beschnuppern.
- Interessante Dinge untersuchen.
- Verstecke finden.
- Klettermöglichkeiten prüfen.
- Eigentumsverhältnisse neu ordnen.
Besonders Punkt sechs dürfte etwas Zeit benötigen.
Meine Menschen glauben nämlich offenbar noch, dass bestimmte Dinge ihnen gehören.
Das klären wir später.
Ich bin schließlich erst seit zwei Tagen hier.
Man muss die Menschen langsam an Veränderungen gewöhnen.
Mein dritter Tag beginnt
Am ersten Tag saß ich noch vorsichtig in meiner Transporttasche und beobachtete dieses fremde Zuhause.
Am zweiten Tag wurde gespielt, gerannt, getrunken und immer mutiger erkundet.
Und heute?
Heute öffnet sich vor mir eine völlig neue Welt.
Ich glaube, meine Menschen haben inzwischen verstanden, dass ich angekommen bin.
Jetzt müssen sie nur noch verstehen, was das bedeutet:
Ab heute wird das Revier erweitert.
Ich muss los.
Da draußen warten schließlich mehrere Räume darauf, von mir inspiziert zu werden.
Und irgendjemand muss diese Arbeit ja machen.
🐾 Yuna