🕵️ STRENG GEHEIM 🐾
EINSATZBERICHT · 28.08.2026
Mäusewache
Agentenakte 002 – Operation Mäusewache
📋 Lagebericht
Nach dem erfolgreichen Abschluss der ersten digitalen Aufklärungsmaßnahmen im Rahmen von Operation „Pfotenwisch“ hat Agentin Yuna offenbar mit der Untersuchung des Hauptquartiers begonnen.
Dabei wurde ein bemerkenswertes Verhaltensmuster festgestellt.
Die Agentin interessiert sich auffällig intensiv für bestimmte Bereiche des Gebäudes.
Normalerweise wäre dies bei einer jungen Katze kaum erwähnenswert.
Es gibt allerdings ein Problem:
Genau an diesen Stellen wurden im vergangenen Winter verdächtige Geräusche festgestellt.
Geräusche, deren Verursacher mit hoher Wahrscheinlichkeit der örtlichen Mäuseorganisation zuzurechnen waren.
🐾 Beobachtung
Agentin Yuna nähert sich den betreffenden Bereichen wiederholt und mit deutlich erhöhter Aufmerksamkeit.
Das übliche Vorgehen umfasst:
- langsame Annäherung
- intensive Geruchsanalyse
- längeres Verharren
- Kontrolle schwer einsehbarer Bereiche
- plötzliches Fixieren scheinbar völlig leerer Stellen
- gelegentliches Umschalten in vollständigen Jagdmodus
Für menschliche Beobachter ist dort derzeit nichts festzustellen.
Für Agentin Yuna offenbar schon.
🐭 Hintergrund der Operation
Bereits im vergangenen Winter wurden im Hauptquartier Geräusche wahrgenommen, die auf Aktivitäten kleiner, nicht autorisierter Bewohner schließen ließen.
Die damaligen Verdächtigen konnten weder identifiziert noch festgesetzt werden.
Der Fall wurde deshalb vorläufig archiviert.
Mit der Ankunft von Agentin Yuna hat sich die Lage grundlegend verändert.
Das Hauptquartier verfügt nun erstmals über eine Mitarbeiterin mit:
- ausgezeichnetem Gehör
- hervorragendem Geruchssinn
- eingebauter Nachtsichtfähigkeit
- vierpfotigem Allradantrieb
- natürlicher Ausbildung in Mäuseangelegenheiten
Die Wiederaufnahme der Ermittlungen war daher nur eine Frage der Zeit.
🔎 Erste Analyse
Die Einsatzleitung hält drei Szenarien für möglich.
Szenario A – Reiner Zufall
Agentin Yuna untersucht die betreffenden Stellen lediglich im Rahmen ihrer allgemeinen Erkundung.
Bewertung: zunehmend unglaubwürdig.
Szenario B – Alte Spuren
Die Agentin nimmt Gerüche oder andere Spuren wahr, die für Menschen längst nicht mehr feststellbar sind.
Bewertung: sehr gut möglich.
Szenario C – Die Mäuse sind noch da
Bewertung:
…
Wir möchten derzeit nicht darüber sprechen.
🕵️ Taktisches Verhalten der Agentin
Besonders bemerkenswert ist, dass Agentin Yuna bislang keinen überstürzten Zugriff versucht.
Stattdessen beobachtet sie.
Sie wartet.
Sie lauscht.
Diese Vorgehensweise deutet entweder auf bemerkenswerte Geduld hin …
… oder darauf, dass die Agentin bereits wesentlich mehr über die Situation weiß als die Einsatzleitung.
Eine Befragung blieb bislang erfolglos.
Die Agentin verweigerte jede Aussage.
Anschließend schlief sie ein.
📡 Mögliche Verbindung zu Operation „Pfotenwisch“
Aufgrund der zeitlichen Nähe zum Smartphone-Zugriff aus YA-2026-001 untersucht die Einsatzleitung inzwischen einen möglichen Zusammenhang.
Folgende Arbeitshypothese wurde aufgestellt:
- Zugriff auf das Smartphone
- Beschaffung unbekannter Informationen
- Lokalisierung früherer Mäuseaktivitäten
- Überprüfung der betreffenden Bereiche vor Ort
Für diese Theorie existieren keinerlei belastbare Beweise.
Das hat uns bei Perry dem Schnabeltier allerdings auch noch nie aufgehalten.
⚠️ Anweisung der Einsatzleitung
Die verdächtigen Bereiche dürfen weiterhin von Agentin Yuna untersucht werden.
Ein Eingreifen erfolgt nur, wenn:
- tatsächliche Mäuseaktivität festgestellt wird
- Inventar des Hauptquartiers gefährdet ist
- die Agentin versucht, Wände eigenmächtig zu öffnen
- plötzlich irgendwo ein Bauplan des Gebäudes auftaucht
Insbesondere der letzte Punkt wäre unverzüglich zu melden.
🐭 Nachricht an die unbekannte Gegenseite
Sollten Angehörige der Mäuseorganisation diesen Bericht lesen:
Eure Aktivitäten wurden registriert.
Eure früheren Operationsgebiete sind bekannt.
Und seit dem 26.08.2026 verfügt das Hauptquartier über eine eigene Einsatzkraft.
Sie ist klein.
Sie ist schnell.
Sie arbeitet nachts.
Und sie hält sich nicht an Bürozeiten.
📝 Abschlussvermerk
Operation „Mäusewache“ bleibt aktiv.
Bislang konnte kein Angehöriger der Mäuseorganisation zweifelsfrei identifiziert werden.
Agentin Yuna setzt die Überwachung selbstständig fort.
Die Einsatzleitung geht inzwischen davon aus, dass wir lediglich offiziell für die Operation verantwortlich sind.
Die tatsächliche Einsatzleitung hat vermutlich vier Pfoten.
VERMERK DER EINSATZLEITUNG:
Keine Mäuseaktivität ohne Dokumentation. Keine eigenmächtigen Wanddurchbrüche. Agentin Yuna ist über den zweiten Punkt noch zu informieren.
🐾 Ende des Einsatzberichts – YA-2026-002